es ist, als ob ich die Kontrolle verliere. Ich habe jetzt ein halbes Jahr versucht, die Kontrolle über meine Gefühle zu behalten. Das ist mir immer öfter auch gelungen, am Anfang weniger, zum Ende hin immer mehr. Mit dem Deppen vom letzten Jahr, da hab ich endlich mal eine andere Erfahrung gemacht. Eine gute Freundin hat gesagt, endlich hätte ich mich mal nicht erst verliebt und dann geschaut, was passiert, sondern alles auf mich zu kommen lassen. Ich fand ihn ja auch nicht von Anfang an "gut". Es kam so mit der Zeit, mit dem Interesse, was er an mir hatte. Und jetzt? Gut ein Jahr, nachdem ich ihn kennengelernt habe, ich habe einiges gelernt und eigentlich dann doch nicht. Schließlich läuft ja jetzt alles wieder falsch herum. Wir haben jetzt ein paar Wochen lang etwas mehr Zeit zusammen verbracht - wobei Zeit und zusammen eine Frage der Definition sind. Ganz bald ist das vorbei und bald (ein etwas längeres bald), ist dann wirklich alles vorbei. Und damit wären wir beim zweiten schwierigen Punkt. Die Zukunft.. Ich bin irgendwie völlig überrumpelt. Irgendwie habe ich grade Chancen, aber ich will sie überhaupt nicht nutzen. Aber ich wäre dumm, wenn ich es nicht versuchen würde. Die Zeit überrennt mich. Ich fühle mich, wie ein Band im Wind. Jederzeit könnte ich wegfliegen und mir einen neuen Ort zum leben suchen. Einfach neu starten.
Und hauruck- da hat sich schon wieder eine höhere Macht eingeschaltet und uns gezeigt, wo die Grenzen sind. Wir haben einfach doch wenig Einfluss auf das Schicksal.
Deshalb sollten wir die Entscheidungen, auf die wir eben Einfluss haben, doch fällen und uns so das Leben leichter machen.
Doch Entscheidungen und deren Konsequenzen fordern Mut. Und habe ich den? Bin ich bereit ein Risiko einzugehen, um am Ende nur vielleicht das zu bekommen, was ich mir wünsche?
Bin ich bereit? Ist nicht grade Zeit für wichtigere, andere Dinge?
Muss ich? Soll ich? Darf ich?
Argh. Ungewissheit und Unsicherheit und, und, und..