" Ich beweine mein Schicksal nicht. Ich will ja nur wenig - an ihn denken - das kostet ja nichts. Dies bisschen Leben - dürft' ich es hinhauchen in ein leises, schmeichelndes Lüftchen, sein Gesicht abzukühlen; - dies Blümchen Jugend - wär' es ein Veilchen, und er träte drauf, und es dürfte bescheiden unter ihm sterben! " (Kabale und Liebe, Schiller)
Es macht mich immer wieder glücklich mit meinen Lieben und Liebsten zu reden. Skype ist die wunderbarste Erfindung die seit langem erschaffen wurde. Doch ist es immer wieder ein Drahtseilakt nicht in ein Loch zu fallen. Schließlich sind sie ja in knapp 80 Tagen wieder da. Aber immerhin sind es noch fast drei Monate bis dahin. Es wird noch so wahnsinnig viel passieren. Und doch wird es einfach unbeschreiblich, sie dann wieder zu sehen. Ich hoffe einfach das wir uns alle nicht zu sehr verändert haben. Es soll ganz schnell wieder so einfach und leicht wie vor knapp einem Jahr sein.
Grade habe ich 15 minutos mit meinem Herzchen telefoniert. Sie kommt grad von ihrem Aktuellen und es war ihr zu unheimlich. Da durfte ich ihre S-Bahn und Fahrrad-Fahrt telefonisch begleiten. Ich bin eine gute Freundin und so geduldig, um 1 Uhr nachts.
Mich durchflutet seit ein paar Stunden eine Welle von Überforderung mit meinen Gefühlen. Es sind die Gefühle, die eine Freundschaft mit sich bringen.
Ratlosigkeit.
Freude.
Friedfertigkeit.
Angst.
Muttergefühle.
Mitleid.
Neid.
Habgier.
Fürsorglichkeit.
Fürsorglichkeit.
Liebe.
Wut.
Beruhigung.
Realitätsverlust.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich verliere mich. Das passiert nicht oft. Aber es gibt diese Momente. Sie sind seltsam. Ich bin völlig losgelöst vom hier und jetzt. Ich schwebe in meinen Gedanken in die Ferne. An einen Ort an dem ich völlig ausgeglichen bin. Es ist und bleibt aber nur eine Illusion. Doch ist es keine Illusion, dass ich völlig losgelöst war, heute. Heute Nachmittag an der Spree, mit den Schätzchens. Es tut so gut, dass ich euch habe. Ich denke nicht nach, weil ich bei euch so sein kann, wie ich bin. Ich muss mich nicht verstellen. Ich kann mich geben wie ich auch sein würde, wenn ich unbeobachtet von all den Menschen bin, die mich noch bewerten, weil sie mich noch nicht kennen. Die mit ihren oberflächlichen Vorstellungen einem Bild nacheifern, dass sich in mir nicht offensichtlich erfüllt. Gut das meine Freunde eines besseren belehrt wurden. Nein, sie wurden nicht belehrt. Sie haben es einfach selbst herausgefunden.
Es folgen im Laufe des Tages Fotos von diesem Befreihungsschlag- IT'S SPRINGTIME LADIES!
p.s. morgen gehts mit meinem Zuckerpopo aufn Mauerpark, vielleicht kann ich meinem Papi ein bisschen Geld abluchsen.
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