Es ist die Verbindung aus Musik und Bildern, die die Erinnerungen schafft.
Es waren guten Zeiten, die vergangenen 17 Jahre. Die wichtigsten Erlebnisse sind wahrscheinlich die traurigen, denn die prägen. Die Begegnung mit dem Tod ist wohl die allerschlimmste. Aber auch ein zeitlich begrenzter Abschied ist etwas, dass tiefe Kerben in mir hinterlassen hat.
Das Problem ist nur, was übrigens überhaupt nicht von mir selbst als Problem angesehen wird, dass ich das Gefühl habe, die schmerzhaften Dinge des vergangenen Jahres sind gar nicht Wirklichkeit. Zum Beispiel der Tod meines Onkels aus Hamburg letztes Jahr an Ostern.Ich war inzwischen schon ein paar Mal wieder dort und in dem Moment, in dem ich sehe, er sitzt nicht mehr da, in seinem Sessel vorm Fernseher, da wird es wahrhaftig. An Weihnachten war ich ein paar Minuten allein im Esszimmer, stand genau auf dem Platz, wo sonst sein Stuhl war und konnte einfach nicht mehr. Doch als ich wieder hier zu hause in Berlin ankam, war mir das gar nicht mehr so direkt vor Augen. Ich hab, wenn ich an Hamburg gedacht hab, immer noch an den alten, kranken, liebenswerten, herzlichen Mann gedacht, dessen Rücken ich sehe, wenn ich ins Zimmer komme und dessen lächelndes Gesicht mir entgegenblickt, wenn ich mich an den Tisch setze.
Es ist, als ob ich es verdränge.
Genauso ist es, wenn ich daran denke, dass ja vor einem knappen halben Jahr meine Liebsten aus Berlin weggegangen sind. Heute kann ich sagen, die Zeit ist schnell vergangen. Aber in den einzelnen Momenten, in denen sie am meisten gefehlt haben, in denen ich sie brauchte, da war es schrecklich und nicht auszuhalten.
Jetzt wo ich weiß, dass die Hälfte der Zeit auf jeden Fall schon um ist, kann ich es ertragen. Vor allem da jetzt der regelmäßige Kontakt zu der letzten auch steht. So ist man sich nicht so "fremd", wenn sie wiederkommen.
Aber es sind natürlich nicht nur die negativen, schmerzhaften Erinnerungen. Die wunderschönen, besonderen Ereignisse können nicht alle schlechten Dinge überdecken, aber doch schon einige.
Es sind die gemeinsam verbrachten Reisen, ob kurz oder lang, in den Norden oder in den Süden. Die befreienden Streiterein und vorallem die Versöhnungen, die durchfeierten Nächte und die gemütlichen Mädelsabende, die ausführlichen oder schnellen Telefonate und Skypesessions, die Fototouren, kurzum die kleinen und großen Abenteuer des Lebens. Eine kleine Auswahl:
-Reisen: Freiburg, Le Pradet, Hamburg
-Physik-Referat-Streit,
-Nachrebellen-Ausklang: ein Frühstück im Sonnenaufgang an der Spree
-Skype nach langer Zeit mal wieder mit L
-romantisch-poetisch-philosophische Gespräche mit A (bei FB)
-Fotos aufm Dach, bei der Eisfabrik, Erklimmung des Echelons
und noch so viel mehr. Seht selbst und erinnert euch..





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