Diese Frage wird mir jedes Jahr von meinem lieben Stievvater gestellt, aber heute hat er es irgendwie vergessen. Trotzdem sollte es auch dieses Jahr von mir eine Antwort auf die Frage geben.
Momentan habe ich das Gefühl, das Glas hat keinen Tropfen in sich.
Deshalb kann ich es grade nicht als halbvoll oder halbleer bezeichnen. Es ist einfach leer.
Das heißt nicht, das alles verloren ist, denn das Glas ist noch ganz und nicht zerbrochen und der Krug mit der Flüssigkeit steht daneben, bereit einzuschenken. Aber gerade bin ich einfach nicht in Hochstimmung.
Montag fängt die Schule und Mittwoch das 2. Semester an. Aber das ist alles nicht das, was zählt.
Es zählt, sein Leben zu leben und zu genießen. Die Zeit zu nutzen, die einem bleibt. spätestens im Sommer kommt mein Jahreshöhepunkt. Meine Liebsten kommen aus Amerika zurück. Ich hab in letzter Zeit wieder viel darüber nachgedacht, ob es da jemanden gibt, der mir mehr fehlt, als der oder die andere. Aber sie fehlen mir alle. Und mir fehlt bei jedem einzelnen die ganz besonderes Sachen. Ob es jetzt "nur" das Lachen, oder der Humor, die Gesprächsthemen, die Offenheit, die Ausflüge, die gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnisse, die Interessen usw. sind, es fehlt mir einfach alles zusammen. Nur wenn alle wieder da sind, dann bin ich in mir drin auch wieder komplett.
Glücklicherweise habe ich in den letzten Monaten auch neue Stücke in mich einfügen können. Mir sind einige Menschen, die ich neu kennengelernt oder richtig kennengelernt habe, sehr ans Herz gewachsen.
Diese Menschen, ob es jetzt die "Teilzeit-Ausländer" oder die "Neuen" sind, haben mich Stückchen für Stückchen zu dem gemacht, was ich jetzt bin. Das heißt nicht, dass ich jetzt schon fertig bin, aber es ist schon mal eine (fast) hervorragende Grundlage, um erwachsen zu werden.
Amen.
Was für ein Loblied.
Ich habe sie aus den Augen verloren, die eine Frage, aber die scheint wenig wichtig zu sein.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen